Wenn die Rente nicht reicht.

Altersarmut ist längst kein Randthema mehr, immer mehr Menschen stellen im Ruhestand fest, dass die Rente nicht ausreicht, um ein würdiges und sorgenfreies Leben zu führen. Steigende Mieten, hohe Energiekosten, Medikamente, Brillen oder notwendige Anschaffungen für den Haushalt bringen viele Senior:innen an ihre finanziellen Grenzen.

Was die Situation zusätzlich erschwert: Altersarmut ist noch immer ein Tabuthema. Viele Betroffene schämen sich, über ihre Lage zu sprechen oder Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Dabei gibt es zahlreiche Stiftungen, Vereine und Beratungsangebote, die genau dafür da sind, unbürokratisch und respektvoll zu helfen. Außerdem kann man staatliche Hilfen wie Grundsicherung im Alter und Wohngeld beantragen.

In diesem Beitrag stelle ich dir eine Auswahl an Organisationen vor, die bedürftige Senior:innen unterstützen und gebe Hinweise auf staatliche Hilfen und Beratungsstellen. Außerdem findest du auf meinem Blog auch nützliche Tipps, wo man viele Dinge kostenlos erhalten oder machen kann sowie Verdienstideen, die auch für ältere Menschen geeignet sind.

Tipp: Du solltest dir unbedingt auch diesen Blogbeitrag ansehen, falls du von Altersarmut betroffen bist: besserauskommen.de/grundeinkommen-gewinnen-so-einfach-gehts.

Stiftungen und Vereine, die Senior:innen unterstützen

Die folgende Liste zeigt nur einen kleinen Ausschnitt der bestehenden Hilfsangebote, mit etwas Recherche findest du bestimmt auch in deiner Region passende Unterstützung.

Herzwerk

In Düsseldorf hilft das gemeinnützige Projekt Herzwerk von Altersarmut betroffenen Menschen bei notwendigen Anschaffungen (wichtige Haushaltsgeräte, Kleidung, Brille etc.) und durch die Übernahme von Arztkosten oder von anderen notwendigen Ausgaben. Es geht aber nicht nur um finanzielle Unterstützung, sondern auch darum, Abhilfe bei Einsamkeit zu schaffen. Hier findest du weitere Informationen: herzwerk-duesseldorf.de.

Gabi Decker Stiftung

Die Gabi-Decker-Stiftung hilft alten Menschen in Berlin und Umgebung mit Sachspenden. Dazu können zum Beispiel eine warme Jacke, Essen auf Rädern, ein seniorengerechtes Bett, eine behindertengerechte Badewanne usw. gehören. Dies ist die Webseite: gabi-decker-stiftung.de.

Stiftung Altenhilfe Potsdam

Potsdamer ab 60 Jahren, die unverschuldet in finanzielle Not geraten sind, können bei der Stiftung Altenhilfe Potsdam Hilfe erhalten: potsdam.de/stiftung-altenhilfe-potsdam.

Lichtblick Seniorenhilfe e.V. & Co. KG

Ein breites Spektrum an Unterstützung für bedürftige Senior:innen deutschlandweit leistet Lichtblick Seniorenhilfe e.V. & Co. KG: seniorenhilfe-lichtblick.de.

Ernst-Lindlau-Stiftung

Auch die Ernst-Lindlau-Stiftung unterstützt unter dem Dach der Bürgerstiftung Dresden von Altersarmut betroffene Personen vorwiegend im Großraum Dresden und Pirnau: buergerstiftung-dresden.de.

Ein Herz für Rentner e.V.

Ein Herz für Rentner e.V.unterstützt bundesweit Rentner:innen ab 66 Jahren, deren Rente zwischen 500 und 1.300 Euro liegt. Das ist die Webseite einherzfuerrentner.de mit sämtlichen Informationen.

Staatliche Hilfen: Grundsicherung im Alter und Wohngeld

Es gibt auch staatliche Hilfen für Menschen, deren Rente nicht ausreicht, zum Beispiel die Grundsicherung im Alter und das Wohngeld. Viele Senior:innen stellen keinen Antrag auf Grundsicherung oder Wohngeld, weil sie sich schämen oder den bürokratischen Aufwand fürchten. Doch diese Leistungen sind genau dafür da, dir ein würdevolles Leben im Alter zu ermöglichen.

Tipp: Bevor du eine dieser Leistungen beantragst, solltest du am besten eine Beratungsstelle (siehe weiter unten im Beitrag) aufsuchen, da es dabei einiges zu beachten gibt. So schließen sich Wohngeld und Grundsicherung im Alter zum Beispiel aus, du kannst kein Wohngeld beantragen, wenn du Grundsicherung im Alter erhältst.

Grundsicherung im Alter

Die Grundsicherung im Alter ist eine staatliche Leistung für Senior:innen, deren Einkommen nicht zum Leben ausreicht. Sie soll sicherstellen, dass du deine Lebenshaltungskosten decken kannst, also Miete, Energie, Nahrung, Kleidung und notwendige Gesundheitskosten. Die Höhe der Grundsicherung hängt von mehreren Faktoren ab, deinem Einkommen, deinem Vermögen und den Wohnkosten. Es ist wichtig zu wissen, dass nicht alles, was du besitzt, angerechnet wird. Du kannst die Grundsicherung beim Sozialamt deiner Stadt oder Gemeinde beantragen. Es lohnt sich, vorher Unterlagen wie Mietvertrag, Kontoauszüge, Rentenbescheide und Versicherungsinformationen zusammenzustellen, das erleichtert die Bearbeitung enorm.

Wohngeld

Wenn deine Rente zwar etwas höher ist, aber dennoch nicht ausreicht, um die Miete zu bezahlen, kannst du Wohngeld beantragen. Wohngeld ist ein Zuschuss zur Miete oder zu den Kosten für selbst genutztes Wohneigentum. Seit der letzten Reform des Wohngeldes (Wohngeld Plus) erhalten deutlich mehr Personen Wohngeld und in der Regel auch höhere Beträge. Die Höhe des Wohngeldes hängt von deiner Miete, deinem Einkommen und der Anzahl der Personen im Haushalt ab.

Tipp: Es gibt inzwischen Online-Rechner, mit denen du schnell prüfen kannst, ob du Anspruch auf Wohngeld hast und in welcher Höhe, zum Beispiel beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen bmwsb.bund.de.

Beratung: Wo du weitere Hilfe und Orientierung findest

Es gibt eine Vielzahl an Beratungsstellen, die Senior:innen bei finanziellen, sozialen und organisatorischen Fragen unterstützen:

  • AWO
  • ASB
  • DRK
  • Caritas
  • Diakonie
  • Innere Mission
  • kirchliche Einrichtungen
  • Seniorenbüros
  • Stadt- und Gemeindeverwaltungen

Die Kontaktdaten findest du im Telefonbuch, in den Gelben Seiten oder auf den Webseiten deiner Stadt oder Gemeinde. Wenn eine Stelle bei einem speziellen Anliegen (zum Beispiel B. Schuldnerberatung) nicht direkt helfen kann, erhältst du dort in der Regel Hinweise auf passende Ansprechpartner:innen.

👉 Eine umfangreiche Übersicht bietet die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V..

Wichtige Service- und Seniorentelefone

Zusätzlich gibt es spezielle Hotlines, bei denen du dich zu seniorenrelevanten Themen informieren kannst, etwa zu Hilfsangeboten, Wohnraumanpassung oder Unterstützung in Krisensituationen.

Einige Beispiele:

  • Servicetelefon des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
    📞 030 – 201 791 30
  • Seniorentelefon der Stadt Hannover:
    📞 0511 – 168 42345
  • Beratungstelefon für Senior*innen und Menschen mit Behinderung der Stadt Köln:
    📞 0221 – 221 27400
  • Berliner Seniorentelefon:
    📞 030 – 279 6444

Bestimmt gibt es auch an deinem Wohnort ein Seniorentelefon, was du schnell in den Gelben Seiten oder im Internet herausfinden kannst.

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Altersarmut sichtbar machen und Wege aus der Not finden

Altersarmut wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen, umso wichtiger ist es, das Schweigen zu brechen, sich Hilfe zu holen ist kein Versagen, sondern ein mutiger und notwendiger Schritt. Je drückender finanzielle Sorgen oder andere Belastungen sind, desto wichtiger ist es, Unterstützung anzunehmen. Kompetente Beratung kann neue Perspektiven aufzeigen, akute Not lindern und dabei helfen, Ängste und Verzweiflung zu reduzieren.

Tipp: Sieh dir unbedingt auch die Blogbeiträge Modeln als Best Ager, Online Business ab 50 starten, So kannst du als Leihoma oder Leihopa Geld verdienen an. Die ganzen Blogbeiträge zum Thema Geld sparen dürften auch interessant für dich sein, wie zum Beispiel der Blogbeitrag Mit kleinem Budget als Granny Aupair die Welt entdecken. Außerdem bin ich sicher, dass du auch im Blogbeitrag So viel darfst du zur Rente hinzuverdienen hilfreiche Tipps finden wirst.

Fazit: Du bist nicht allein und es gibt mehr Möglichkeiten, als du vielleicht denkst!

Altersarmut kann jede:n treffen. Entscheidend ist, nicht alles allein durchzustehen, sondern die vorhandenen Angebote zu nutzen. Ob finanzielle Hilfe, Beratung oder neue Ideen für den Alltag, Unterstützung anzunehmen kann der erste Schritt sein, um wieder mehr Sicherheit, Würde und Lebensqualität zu gewinnen.

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