Leihoma

So kannst du als Leihoma oder Leihopa Geld verdienen.

Großeltern als wichtige Bezugspersonen.

In vielen Familien ist es ganz selbstverständlich, dass Großeltern oft Zeit mit ihren Enkelkindern verbringen. Sie gehen spazieren, spielen, passen auf und sind oft ein fester Bestandteil der Kinderbetreuung. Für die Kleinen sind Oma und Opa dadurch meist vertraute und bedeutsame Bezugspersonen. Häufig sieht der Alltag heute jedoch anders aus. Eltern und Kinder leben oft weit entfernt von der älteren Generation, manchmal sogar im Ausland. Dadurch entstehen zwei Herausforderungen: Die Großeltern sehen ihre Enkel kaum noch, und die Eltern müssen den Familienalltag ohne deren Unterstützung bewältigen.

Eine Lösung für beide Seiten: Leih-Großeltern.

Genau hier kommen Leihgroßeltern ins Spiel, sie übernehmen die Betreuung von Kindern anderer Familien, was gleich mehrere Vorteile hat:

  • Ältere Menschen können ihre Erfahrung, Geduld und Freude einbringen.
  • Kinder profitieren von zusätzlichen liebevollen Bezugspersonen.
  • Eltern werden entlastet und wissen ihr Kind in guten Händen.

Ehrenamt oder bezahlte Tätigkeit?

Viele Projekte in diesem Bereich funktionieren ohne Bezahlung. Wenn du jedoch gezielt nach einer kleinen Einnahmequelle suchst, lohnt sich der Blick auf Vermittlungsdienste, die ihre Leih-Großeltern bezahlen oder zumindest eine Aufwandsentschädigung gewähren. Es gibt viele regionale Angebote, daher lohnt es sich, vor Ort nachzufragen, wie die Vergütung geregelt ist. Wichtig ist außerdem, dass Fragen rund um Haftpflicht- und Unfallversicherung geklärt sind, seriöse Agenturen kümmern sich üblicherweise darum.

Drei Agenturen, wo du bezahlt wirst:

  • Der OMA-OPA-HILFSDIENST in Bremen wurde bereits 1981 von Elfriede Schumacher gegründet. Dort können Leihomas und Leihopas nicht nur Kinder betreuen, sondern auch Senioren unterstützen oder Tiere versorgen.
  • Den Leihomaservice in München gibt es seit 2002 und wurde durch Silke Wolf gegründet. Auf der Website findest du lesenswerte Erfahrungsberichte von Leihomas, aus denen ersichtlich wird, wie viel Freude und Erfüllung diese Aufgabe bringen kann.
  • Ein jüngeres Projekt sind die Granny Angels, die Ende 2021 von Jana Schandua gegründet wurden. Die Idee entstand aus ihren eigenen positiven Erfahrungen mit Leihomas. Die Granny Angelst sind mittlerweile an mehreren Standorten vertreten.

Auf eigene Initiative tätig werden.

Natürlich kannst du dir auch selbst eine Familie über Aushänge, soziale Medien oder Online-Plattformen suchen. Dann solltest du jedoch darauf achten, dass alle Versicherungsfragen geklärt sind. Außerdem ist meist eine Anmeldung bei der Minijobzentrale notwendig, wenn regelmäßige Zahlungen stattfinden.

Buchtipp: Ich leih mir mal ein Enkelkind: Erfahrungen einer begeisterten Leihoma* von Helmi Faut

Fazit: Eine sinnvolle Aufgabe, die Freude macht.

Leihoma oder Leihopa zu sein bedeutet weit mehr, als Kinder zu betreuen, es ist eine Möglichkeit, Generationen miteinander zu verbinden, Lücken zu schließen und Beziehungen wachsen zu lassen. Wer sich auf dieses Abenteuer einlässt, bereichert nicht nur die Familien, die Unterstützung suchen, sondern auch das eigene Leben.

Es ist eine Tätigkeit, die Wärme schenkt, Freude bringt, Sinn stiftet und gleichzeitig eine kleine finanzielle Entlastung ermöglicht. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, um den Schritt zu gehen, deine Zeit und Erfahrung einzubringen und damit nicht nur anderen, sondern auch dir selbst etwas Gutes zu tun!

Tipp: Wenn du gerne Zeit mit Kindern verbringst und gleichzeitig die Welt entdecken möchtest, könnte auch das Konzept Granny Aupair interessant für dich sein. Dabei unterstützt du eine Gastfamilie bei der Kinderbetreuung und kannst gleichzeitig ein anderes Land kennenlernen. Lies dazu diesen Blogbeitrag.

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